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Vom Älterwerden und der magischen Zahl 29

October 22, 2017

ICH BIN 29.
Das zu sagen – schreiben – klingt so sehr erwachsen (für mich).
Vor gefühlt zwei Minuten war ich doch erst noch 25 Jahre jung? Fragt mich bitte nicht, wo die letzten vier Jahre hin sind. Sie sind definitiv noch schneller verflogen als so manch billiges Parfüm.

Aber nun gut. Hier sitze ich also – seit genau einer Woche 29 Jahre alt – und ich fühle mich unerwartet entspannt. Eine verdächtige Ruhe macht sich seit meinem Geburtstag in mir breit. So viel Gelassenheit hatte ich mir gar nicht zugetraut. Oder ist es nicht vielleicht gerade das, um was es beim Älterwerden geht? Dass man dabei auch zu mehr Gelassenheit gelangt? So sagt man doch zumindest.

Dennoch glaube ich, ist die 29 für viele ja auch noch einmal so ein Weckruf, um all das anzupacken, was man sich schon ewig vorgenommen hat, und nun endlich umsetzen muss, bevor man die große 30 erreicht. Viele sind der Ansicht, dass man das, was man bis 30 nicht geschafft hat, danach auch nicht mehr schaffen wird. Bullshit. Aber dennoch auch ein guter Boost, um kurz inne zu halten, durchzuatmen und zu reflektieren, was man bisher erreicht hat und um zu gucken, wohin man eigentlich will. Sind die Ziele noch dieselben oder wird es Zeit für einen Kurswechsel?

Zugegebenermaßen ist das bei mir nicht anders. Ich habe ein paar persönliche PRIO-ZIELE, die ich bis zum 30. Geburtstag unbedingt erreicht haben MUSS! Für meinen eigenen Seelenfrieden. Und dennoch: Ich bin unerwartet gelassen zur Zeit. Gelassen, aber zielorientiert. Soweit so gut also.
Eines meiner Ziele, dass ich vor dem 15.10.2018 erreichen wollte, war endlich (wieder) mit coccoletta.com zu starten. Und tatatataaaaa … knappe 51 Wochen vorher geht mein Baby nun in die zweite Runde. Frischer und individueller als zuvor. Und warum? Weil ich älter geworden bin, eine Vision habe, die über die letzten Jahre gereift ist, zu meiner Meinung stehe, diese kundtun und anderen zeitgleich damit eine Freude und einen netten Zeitvertreib verschaffen möchte.

Aber mit dem Älterwerden geht natürlich ein noch viel dominanterer Aspekt einher, als „nur“ das Umkrempeln seines Lebens: die Optik.
Natürlich bin ich auch innerlich in den vergangenen Jahren gereift, aber lustigerweise fiel mir an meinem Geburtstagsmorgen, beim Blick in den Spiegel, auch auf, dass ich logischerweise auch optisch älter geworden bin. Gut, das mit der Selbstwahrnehmung ist ja immer so eine Sache und dass mir das in diesem Moment plötzlich bewusst wurde, war sicherlich vom Unterbewusstsein gefördert. Aber tatsächlich: Wenn ich mir so meine Bilder noch von vor ein paar Jahren angucke, stelle ich fest, dass diese besondere Jugendlichkeit und Leichtigkeit so langsam aus meinem Gesicht schwindet.
Aber auch in diesem Moment, im Bad vorm Spiegel, fühlte ich mich im Einklang mit mir selbst. Mein Äußeres passte zu meinem Inneren.

Und obwohl 29 natürlich immer noch relativ jung ist, vor allem für alle, die das jetzt lesen und bereits Ü30 sind, läutet diese Zahl auch das Ende der aufregenden 20er ein.
Mit 30 ist man gesellschaftlich dann so richtig-richtig erwachsen. Nun ja, die einen mehr, die anderen weniger! 😉

Und da ich so viele fabelhafte Freundinnen in den 40ern habe, und die Medien eh fest davon überzeugt sind, dass die 40er die neuen 30er sind, sehe ich meinen 30er plötzlich entspannter entgegen, fast schon ein wenig neugierig. Vorfreude? Nein! Aber definitiv spüre ich eine gewisse Neugier in mir aufkommen.
Zudem hat meine Mama seit jeher schon zu mir gesagt, dass die Zeit zwischen ihrem 30. und 34. Geburtstag die schönsten und aufregendsten Jahre ihres Lebens waren.

Und wie wir alle wissen: Mamas haben immer recht!

 

Foto: privat

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